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Feinste Bierkultur im Oberaargau

Slow Food Oberaargau widmete sich am 22. Februar 2013 im Wooghüsli des Langenthaler Restaurants Braui der Oberaargauer Bierkultur. Kurz nach der Fasnachtszeit wurden diverse Vorurteile gegenüber dem Bier widerlegt und das 7000-jährige Kulturgut Bier in vielen Facetten wahrgenommen..

Mehr als ein Dutzend Mitglieder von Slow Food Oberaargau werden das eindrückliche Rahmenprogramm der 2. Hauptversammlung nicht so schnell vergessen: Neben den neun degustierten Biersorten mit einer ausserordentlichen Vielfalt an Geschmacksrichtungen überzeugte auch Gastgeber René Marti und die zwei ausgewiesenen Fachpersonen Peter Kläfiger und Stefan Müller mit Hintergrundinformationen und spannenden Geschichten.

Regionale Biersorten

Biersorten von nicht weniger als 17 Brauereien bietet das Restaurant Braui in Langenthal an. Darunter stammen das Hasli-Bier, das faex, das Napfbier und das Burgdorfer aus der Region. Sogar direkt in Langenthal und mit Wasser aus dem Gebiet des Hasligrabens wird das Hasli-Bier gebraut, wie Geschäftsführer Peter Kläfiger im schön ausgebauten Wooghüsli auf dem ehemaligen Langenthaler Bierbrauereiareal ausführte.

«Denk global, trink lokal»

Während andere Biersorten zuerst durch die ganze Schweiz, durch halb Europa oder rund um die Welt reisen, hatte sein Bier bis zum Wooghüsli nur ein paar Hundert Meter zurück gelegt. Gleich wie Peter Kläfiger für das Hasli-Bier bezieht auch Stefan Müller für sein faex-Biersortiment Hopfen aus dem nahen Wolfwil. Das sind Tatsachen, die perfekt zur Slow Food-Philosophie passen und sich mit «Denk global, trink lokal» zusammen fassen lassen.

Von den Vorurteilen zum Kulturgut

Im Verlauf des Abends machten die anwesenden Mitglieder von Slow Food Oberaargau eine kleine Reise weg von den Bier-Vorurteilen bis hin zum Bier als Kulturgut. Bierbrauer und Bier-Sommelier Stefan Müller von der Kleinbrauer faex in Wangenried wies darauf hin, dass nicht etwa Männer, sondern Frauen vor etwa 7000 Jahren in Mesopotamien das Bier erfunden hätten und heute durchaus auch Frauen Bier geniessen.

Gesund: Bier mit Mass

Auch enthalte Bier sehr wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Folsäure, ergänzte Müller. Zudem mache es, im Gegensatz zu den oftmals dazu konsumierten Knabberwaren, nicht dick. Natürlich ein Konsum im vernünftigen Mass vorausgesetzt. Besonders unterstrichen Müller und Kläfiger die Hochwertigkeit des traditionsreichen Getränks. Die drei „untergärigen“ Lagersorten Napfbier, Burgdorfer und Hasli-Bier, anschliessend drei „obergärige“ faex-Biere, und weitere drei regionale Sorten machten den Anwesenden klar, dass Bier weit mehr ist als eine Flüssigkeit für Besäufnisse. Wieso eigentlich nicht mehr auf alkoholfreie Biere gesetzt werde, fragte ein Mitglied. Alkohol funktioniere im Bier als Geschmacksträger, deshalb werde nur wenig alkoholfreies Bier getrunken, gab Peter Kläfiger als plausible Antwort.

Besuch der Kleinbrauerei

Als nächstes steht am 20. April 2013 ein Besuch der Kleinbrauerei faex in Wangenried auf dem Jahresprogramm von Slow Food Oberaargau. Dieses kann neben vielen weiteren Informationen auf der Vereinsseite abgerufen werden: www.slowfoood-oberaargau.ch.
Werner Stirnimann

René Marti vom Restaurant Braui, Stefan Müller von faex und Peter Kläfiger vom Hasli-Bier (v.l.n.r.) vermochten mit dem Kulturgut Bier zu begeistern.

Restaurant Braui, Langenthal www.bierhaus-langenthal.ch Externer Link
Kleinbrauerei faex, Wangenried www.faex.ch Externer Link
Hasli Bier, Langenthal www.haslibier.ch Externer Link

Jedes Bier in einem anderen Glas, Bier ist Kulturgut genug.

 

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